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Donnerstag, 19. April 2012

(Nachtrag vom 22. April 2012 zum 18. April 2012).
Und alle, alle waren sie da. Man kann sagen, die Massen strömten zu Max Premiere. Kaum ist sein erstes Buch auf dem Markt, schon liest er in der Literaturwerkstatt, und nahezu hundert Zuhörer kommen. Es war kein Sitzplatz mehr zu bekommen, das Publikum stand bis in den Vorraum. Und zu Recht, denn Max ist ein großes Talent - ich weiß, das hört sich ein bisschen herablassend an, wenn ich es hier so daher schreibe, aber es ist mir ein wirkliches Bedürfnis zu sagen: Max Czollek ist ein großes Talent. (Und zu meiner Freude im selben Verlag wie ich). Allein sein Gedichtzyklus über jiddische Dichter hat das Zeug zu einem Klassiker. Doch auch die anderen Texte des Bandes gewinnen bei jedem Wiederhören, und einige habe ich mittlerweile ein Dutzend Mal vorgelesen bekommen.

Nach der Premiere die übliche Sause, nur an diesem Abend viel größer, rauschhafter, ausgelassener. Johannes ließ die Wodkagläser tanzen, Dominik die Whiskey-Tumbler. Schließlich war ich so betrunken, dass ich kaum noch den Auslöser meiner Kamera fand. (Und diese zehn Jahre alte Digital-Knipse ist eine ausgemachte Katastrophe, sie löst meist erst mit vier, fünf Sekunden Zeitverzögerung aus. Ein Wunder, das ich überhaupt halbwegs brauchbare Photos zustande bekommen habe. Wobei: 90 % waren ein Konglomerat aus Schlieren. Ich brauche schnell eine neue - aber woher will man die nehmen als armer Poet?)

Johannes Frank, Ricardo Domeneck

Tom Schulz

Jan Skudlarek

Max Czollek

Jan Kuhlbrodt

Im Publikum: ?

Max Czollek

Jan Kuhlbrodt, Max Czollek

Publikum

Im Hintergrund: Tom Schulz, Eberhard Häfner

Rausch

Norbert Lange, Jan Kuhlbrodt

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Samstag, 14. April 2012

Gestern Abend eine sehr rauschhafte Lesungsperformance von Jinn. Die Premiere ihres Debüts, das unlängst im Verlagshaus J. Frank erschienen ist. Dass sie interessante Texte schreibt, wusste ich ja schon. Aber die Performance war wirklich - insbesondere wenn man die beschränkten technischen Möglichkeiten bedenkt - ideenreich und tiefgründig. Schamanistisches Bemalen der Bücher mit einem Federstock, Bewispern der Gedichte. Filme, Photos, Tonbandeinspielungen. Und die Gespenster in den technischen Geräten, im Laptop, im Smartphone - dahin haben sie sich zurück gezogen.
Und ich habe mir nach der Lesung einen der bezauberten Bände gesichert. Goldene Strichgesten auf dem Titel.

Die Veranstaltung in der ACUD-Galerie war sehr gut besucht, sicher 50 bis 60 Zuhörer, viele Kollegen darunter. Nach der Lesung stundenlanges Trinken und Reden. Als schließlich alle gegangen waren, saß ich noch lange mit Björn dort, über den letzten Wein gebeugt. (Heute dementsprechend schweren Kopf. Dünnhäutiges Subjekt, dass sich versucht die Pergamenthülle über dem Nervenbast zusammen zu zurren).

Synke Köhler

Mikael Vogel

Jinn Pogy liest

Jinn Pogy bemalt Bücher

Bemalte Bücher

Bemalte Bücher

Eberhard Häfner und Johannes Frank

Eberhard Häfner und Johannes Frank

Tom Schulz

Tom Schulz und Björn Kuhligk

Björn Kuhligk

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